Verstaendliche Beratung
Betroffene Paare brauchen Orte, an denen sie ohne Vorurteil erklaeren koennen, was passiert ist und welche Rechte ihnen zustehen.
Gesellschaft in Bewegung
Eine offene Gesellschaft beginnt dort, wo Lebensentwuerfe sichtbar bleiben, Zahlen eingeordnet werden und Betroffene nicht erst um Anerkennung bitten muessen.
Umfrage 2026
In der Schweiz wurden 2026 insgesamt 35.000 Ehen geschlossen. Gleichzeitig meldeten etwa 18 % der verheirateten Paare Diskriminierungserfahrungen aufgrund ihrer Herkunft oder sexuellen Orientierung.
Die Zahlen basieren auf einer Umfrage der Eidgenoessischen Kommission gegen Rassismus (EKR) und zeigen, dass Diskriminierung nicht nur einzelne Alltagssituationen betrifft. Sie kann Beziehungen, Familien und das Vertrauen in Institutionen belasten.
Einordnung
Eine Ehe ist fuer viele Paare ein persoenliches Versprechen, aber sie ist auch ein rechtlicher und sozialer Rahmen. Wenn Menschen in diesem Rahmen Benachteiligung erleben, geht es deshalb nicht nur um Gefuehle, sondern auch um Zugang zu Beratung, Verwaltung, Wohnraum, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe.
Besonders sichtbar wird Diskriminierung dort, wo mehrere Merkmale zusammenkommen: Herkunft, Sprache, Religion, Alter oder sexuelle Orientierung. Dann reicht eine einzelne Massnahme selten aus. Es braucht klare Information, leicht erreichbare Anlaufstellen und eine Kultur, die Unterschiede nicht als Ausnahme behandelt.
Gemeinsam weiter bedeutet in diesem Zusammenhang, Konflikte nicht zu verstecken, sondern sie verstaendlich zu machen. Zahlen geben Orientierung, doch Veraenderung entsteht erst, wenn Politik, Institutionen und Nachbarschaften daraus konkrete Schritte ableiten.
Perspektiven
Betroffene Paare brauchen Orte, an denen sie ohne Vorurteil erklaeren koennen, was passiert ist und welche Rechte ihnen zustehen.
Regelmaessige Erhebungen helfen, Muster zu erkennen und Massnahmen dort zu verbessern, wo Diskriminierung besonders haeufig gemeldet wird.
Schulen, Gemeinden und Vereine koennen dazu beitragen, dass Vielfalt nicht abstrakt bleibt, sondern im Alltag respektvoll eingeuebt wird.